Adago san - der höchste Berg des Kessels

Vor 2 Tagen haben wir uns an den mit 924m höchsten Berg Kyotos versucht... Wir begannen die Wanderung vom Hozukyo JR Bahnhof und sind vorerst dem Katsuragawa etwa 3km Flussabwärts gefolgt, bevor wir den Aufstieg begonnen haben. Der Weg fuehrte uns zunächst durch ein kleines Tal entlang eines Bächleins, durch einen mit Zedern bewachsenen Wald. Das stetige blaetschern des Wassers, die singenden Voegel, die Sonne die hier und da durch die hohen Bäume strahlte, alles war perfekt um von dem Rausch der Grossstadt herunterzukommen. Bis mich eine schlängelnde Bewegung, keine 2 Meter vor mir auf dem Weg aus der Meditation holte. Eine Schlange, in Japan "Hebi" genannt, hat sich durch uns aufgeschreckt in einen Busch verzogen. Keine 5 Schritte weiter, noch eine. Das japanische Frühlingswetter, mit viel Sonne und warmen Temperaturen, laed die Reptilien zum Sonnenbaden ein, und so sind uns bis wir den Gipfel endlich erreicht hatten noch 5 weitere Exemplare begegnet. Der offizielle Weg zum Gipfel, und damit zum Adago Schrein, der vor ca. 1300 Jahren auf der Spitze des Berges errichtet wurde, führt über unzählige vor Jahrhunderten gefertigten Stufen. Nichts desto trotz haben wir einen anderen, ruhigeren Aufstieg gewählt und sind wie erwartet die ersten 2 Stunden niemanden begegnet. Bis auch unser Pfad auf den offiziellen Weg führte. Die letzten zu erklimmenden 300 Höhenmeter waren dann von einem endlosen "Konichiwa" begleitet, da die Menschen, sich in der Stadt gerne ignorierend, in den Bergen jeden einzelnen Wanderer lächelnd Gruessen... "Konichiwa"; "Konichiwa", Konichiwa" usw. So viel Aufmerksamkeit war dann doch ein wenig zu viel des Guten. Oben angekommen, wurden wir von den wahrscheinlich letzten in der Gegend blühenden Kirschbäumen überrascht. In Kyoto schon seid fast 3 Wochen nicht mehr zusehen, bluehten die Bäume durch das mildere Klima im höher gelegenen Gebirge in voller Bracht. Nach einer kurzen Rast, etwas Essen und den spektakulären Ausblick genießend, haben wir uns aufgemacht den Tempel in Augenschein zu nehmen. Der Adago Schrein gehoert der jap. Naturreligion "Shinto" an und ist dem Donnergott geweiht. Alleine die filigranen Schnitzarbeiten haben den entbehrungsreichen Aufstieg entlohnt. Eine steile Abstiegsroute hat uns ueber ein kleines Bergdorf, bekannt fuer Zitronenanbau zurück zum Hozokyo Bahnhof geführt. Die Wanderung, wenn auch gerade an Wochenenden gut besucht, ist nicht zuletzt durch den eindrucksvollen Adago Schrein absolut Empfehlenswert.

4.5.15 04:01

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